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    Montana

    aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

    (Weitergeleitet von Montana (USA))
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    Hilfe:Begriffsklärung
    Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Montana (Begriffsklärung) aufgeführt.
    Montana
    (Details) (Details)
    Karte der USA, Montana hervorgehoben
    Liste der Bundesstaaten
    Hauptstadt: Helena
    Staatsmotto: Oro y Plata
    (spa.: Gold und Silber )
    Fläche: 380.838 [1] km²
    Einwohner: 944.632(2006) (2,5 E./km²)
    Mitglied seit: 8. November 1889
    Zeitzone: Mountain: UTC-7/-6
    Höchster Punkt: 3.901 m (Granite Peak)
    Durchsch. Höhe: 1.035 m
    Tiefster Punkt: 549 m Kootenai River
    Gouverneur: Brian Schweitzer
    Post / Amt / ISO MT / / US-MT
    Karte von Montana
    Karte von Montana

    Montana [mɑnˈtænə] ist ein Bundesstaat im Nordwesten der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Name „Montana“ leitet sich wahrscheinlich von dem spanischen Wort montaña, vielleicht aber auch von dem lateinischen montanus (beides zu Deutsch: „Berg-“, „bergig“, „gebirgig“) ab. Mit 380.838 km² ist Montana der viertgrößte Bundesstaat der USA und geringfügig größer als Deutschland, aber mit rund 944.632 Einwohnern (2006) viel dünner besiedelt. Montana zählt zu den so genannten Mountain States, die von den Rocky Mountains durchzogen werden. Die Hauptstadt von Montana ist Helena. Sein Spitzname Treasure State („Staat der Schätze“) begründet sich durch die Vielzahl an Bodenschätzen und natürlichen Ressourcen (Erdöl, Kohle, Kupfer, Silber und Gold).

    Inhaltsverzeichnis

    [Bearbeiten] Geographie

    Im Norden grenzt Montana an die kanadischen Provinzen British Columbia, Alberta und Saskatchewan, im Osten liegen die US-Bundesstaaten North Dakota und South Dakota, im Süden Wyoming und im Südwesten und Westen Idaho. Der Westen Montanas besteht aus hohen, zerklüfteten Bergen (siehe Rocky Mountains), während der Osten durch weite Tiefebenen (siehe Great Plains) geprägt ist. Mit geschätzten 101.876 Einwohnern[2] ist Billings die größte Stadt in Montana. In Montana liegt der Glacier-Nationalpark sowie ein kleiner Teil des Yellowstone National Parks. Der Missouri River, Milk River, Flathead River und Yellowstone River sind die vier Hauptflüsse. Der kürzeste Fluss der Welt, der Roe River, fließt ebenfalls durch Montana.

    [Bearbeiten] Gliederung

    Der Bundesstaat gliedert sich in 56 einzelne Countys (vergleichbar mit den deutschen Landkreisen). Der Kreis mit der größten Bevölkerungszahl ist mit über 129.000 Einwohnern der Yellowstone County im Süden des Staates.
    Siehe: Liste der Countys in Montana

    [Bearbeiten] Bevölkerung

    Montana ist mit 944.632 (Stand: Schätzung 2006) Einwohnern einer der bevölkerungsärmsten Bundesstaaten der USA. Darüber hinaus ist Montana der Staat der USA mit der dritt-geringsten Bevölkerungsdichte nach den Bundesstaaten Alaska und Wyoming.[3] Zu 89,7 % besteht die Bevölkerung aus Weißen, mit weitem Abstand gefolgt von den Amerikanischen Ureinwohnern (Indianern) mit 6,3 % und den Lateinamerikanern mit 2,2 %.[4] Die bedeutendsten Indianerstämme sind die Assiniboine, Blackfoot, Cheyenne, Absarokee, Flathead und Anishinabe. Circa zwei Drittel von ihnen leben heute in Reservaten. Zwischen 1990 und 2000 ist die Bevölkerung um insgesamt 12,9 % gewachsen.

    [Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

    Die Einwohnerentwicklung zwischen 1880 und 2000 (in Tausend), basierend auf den jeweiligen Volkszählungen.

    [Bearbeiten] Indianerreservationen in Montana

    Indianerreservationen in Montana

    Es gibt sechs verschiedene Indianerreservationen in Montana:

    [Bearbeiten] Religion

    Die mitgliederstärksten Religionsgemeinschaften im Jahre 2000 waren die Katholische Kirche mit 169.250, die Evangelical Lutheran Church in America mit 50.287 und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) mit 32.726 Anhängern.[5]

    [Bearbeiten] Größte Städte

    [Bearbeiten] Geschichte

    Zwischen 1864 und 1889 wurde Montana als Territorium organisiert, es entstand aus der Umbildung des größeren Idaho-Territoriums. Im ersten Jahr als Territorium war Bannack die Hauptstadt, Bannack wurde jedoch etwas später (1865) von Virginia City als Capitol City abgelöst. 1875 wurde der Hauptstadtsitz in die heutige Hauptstadt Helena verlegt. Die Aufnahme als Bundesstaat in die Vereinigten Staaten von Amerika erfolgte dann im Jahr 1889 - Montana wurde somit 41. Bundesstaat der USA.

    Siehe auch: Indianer Nordamerikas der Sioux und Cheyenne

    [Bearbeiten] Zeitleiste

    [Bearbeiten] Politik

    Der gegenwärtige Gouverneur ist Brian Schweitzer (*4. September 1955, Demokrat). Der Gouverneur ist das Regierungsoberhaupt, wird alle vier Jahre von den Wahlberechtigten gewählt und kann unbegrenzt oft wiedergewählt werden. Weitere durch Wahl bestimmte Posten sind die des Vizegouverneurs (Lieutenant Governor), der Staatsminister (Secretary of State), der Generalstaatsanwalts (Attorney General), der Kultusminister (Superintendent of Public Instruction) sowie der Rechnungsprüfer (Auditor). Der Senat (50 Mitglieder gewählt auf 4 Jahre) und das Abgeordnetenhaus (100 Mitglieder gewählt auf zwei Jahre) bilden zusammen das Zweikammernsystem der Legislative. Auf nationaler Ebene wird Montana durch zwei Senatoren und einen Abgeordneten des Repräsentantenhauses vertreten. Als dünn besiedelter Bundesstaat hat Montana bei den Präsidentenwahlen nur drei Wahlmännerstimmen. Die zwei gegenwärtigen US-Senatoren aus Montana sind Max Baucus (Demokrat) und Jon Tester (Demokrat). Am 7. November 2000 stimmten 240.178 Bürger Montanas für den Präsidentschaftskandidaten George W. Bush, während nur 137.126 Wähler Al Gore ihre Stimme gaben. Somit gingen die drei Wahlmännerstimmen Montanas an das Team von George W. Bush und Richard Cheney.

    Traditionell werden in Montana bei den Präsidentschafts- und Gouverneurswahlen eher die Republikaner bevorzugt, während die Demokraten bei den Wahlen zum Kongress mehr Stimmen erhalten. Herausragende politische Persönlichkeiten aus Montana waren Michael Joseph Mansfield (*1903, †2001) und Jeannette Rankin (*1880, †1973). Michael Joseph Mansfield war von 1961 bis 1977 demokratischer Mehrheitsführer im US-Senat und später Botschafter in Japan. Jeannette Rankin war die erste Frau, die in das Repräsentantenhaus gewählt wurde; dort vertrat sie konsequent ihre pazifistische Einstellung und stimmte sowohl während des Ersten als auch während des Zweiten Weltkrieges gegen den Kriegseintritt der USA.

    [Bearbeiten] Gouverneure

    Siehe auch:

    [Bearbeiten] Kongress


    [Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

    Herausragende Sehenswürdigkeiten sind vor allem die beiden Nationalparks, der Glacier National Park im Norden und der Yellowstone National Park im Süden. Andere Touristenattraktionen sind das Little Bighorn Battlefield National Museum, die frühere Hauptstadt von Montana Virginia City, die Geisterstadt Nevada City (Montana), die Grant-Kohr's Ranch National Historic Sites und das Museum für die Geschichte der Prärieindianer in Browning.

    [Bearbeiten] Nationalparks

    Nationalpark Lage Ansicht

    Glacier-Nationalpark
    gegründet 11. Mai 1910
    Montana
    1.864.822 Besucher (2003)
    Bilder auf Commons

    Glacier-Nationalpark
    Karte der Vereinigten Staaten

    Yellowstone-Nationalpark
    gegründet 1. März 1872
    Wyoming, Montana, Idaho
    2.835.651 Besucher (2005)
    Bilder auf Commons

    Yellowstone-Nationalpark
    Karte der Vereinigten Staaten

    [Bearbeiten] Natur- und Kulturdenkmäler

    [Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

    Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2006 bei USD 27.942 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 47).[6]

    Montana ist ein Bundesstaat reich an Bodenschätzen und anderen natürlichen Ressourcen. Zu den wichtigsten Vorkommen an Rohstoffen zählen Kupfer, Gold, Silber, Edelsteine, Vermiculit, Talkum, Tonerden, Antimon, Kalkstein, Phosphat, Gips, Steine, Sand und Kies. Von ebenso großer Bedeutsamkeit sind die großen Vorkommen an Erdöl, Erdgas und Kohle. So basiert der Großteil der Industrieproduktion auf der Verarbeitung der geförderten Rohstoffe (Erdöl- und Kohleprodukte, Erzverhüttung, chemische Erzeugnisse, Metallprodukte). Die Landwirtschaft ist jedoch der wichtigste Erwerbszweig. Im Nordosten und im Zentrum von Montana wird Weizen, Mais und Gerste angebaut, während im Süden die Rinder- und Viehzucht betrieben wird. Auch Wein wird angebaut. Die Forstwirtschaft floriert vor allem im Nordwesten des Landes, wenn sich auch große Teile der Nutzwälder in staatlicher Hand befinden.

    [Bearbeiten] Bildung

    Die wichtigsten staatlichen Universitäten sind in dem Montana State University System mit Hauptstandort in Bozeman und dem University of Montana System mit Hauptstandort in Missoula zusammengefasst. Weitere Hochschulen sind in der Liste der Universitäten in Montana verzeichnet.

    [Bearbeiten] Persönlichkeiten

    [Bearbeiten] Sonstiges

    Die Flagge von Montana zeigt das Siegel des Bundesstaates auf blauem Grund. Sie entstand aus einer Truppenfahne, die ursprünglich von Freiwilligenverbänden im Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898 benutzt wurde. Die Flagge in ihrer jetzigen Form stammt aus dem Jahr 1905, der Name "Montana" wurde jedoch erst 1981 hinzugefügt.

    Nach dem Bundesstaat ist die Montana-Klasse der U.S. Navy benannt.

    Siehe auch: Hymne von Montana;


    [Bearbeiten] Einzelnachweise

    1. http://www.census.gov/population/www/censusdata/density.html
    2. Zahlen laut United States Census Bureau, abgerufen am 10. September 2008
    3. [1]
    4. factfinder.census.gov
    5. http://www.thearda.com/mapsReports/reports/state/30_2000.asp
    6. U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts

    [Bearbeiten] Weblinks

    Wiktionary Wiktionary: Montana – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
    Commons Commons: Montana – Bilder, Videos und Audiodateien
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